Hätte mir „damals“ bei der Gründung von GEEplast jemand gesagt, dass es einmal dieses Volumen annehmen würde – ich hätte ihn vermutlich belächelt.
Das große Reinemachen im Onlineshop und auch bei eBay hat begonnen: So verabschieden wir uns gerade von einigen Artikeln, die aus der Anfangszeit von GEEplast vor über vier Jahren stammen und heute nicht mehr unseren eigenen Ansprüchen genügen. Zwar sind zwischendurch immer wieder Artikel neu überarbeitet worden und in der nächsten Charge einfach mit Anpassungen still und leise weitergeführt worden. Auch sind komplette Artikelgruppen auf der Webseite oder bei eBay ersatzlos rausgenommen worden.
Aber die aktuelle Bereinigung aus August 2026 ist dann doch etwas umfangreicher. So sind zum Beispiel unsere Werksloks und Privatbahn-Loks der ersten Generation nun komplett der Verrostung zugeteilt worden. Andere Artikel wurden entweder gespendet oder dem Recycling übergeben – wie zum Beispiel unsere Signalausleger und -brücken der ersten Stunde. In all diesen Fällen ist es allerdings keinesfalls so, dass diese Modelle im Lager einfach nur eingestaubt sind; vielmehr wiesen diese anfangs sogar recht gute Abverkaufszahlen nebst guten Bewertungen auf.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: GEEplast ist hier beinahe Opfer seiner selbst geworden. Durch immer realistischer wirkende Modelle ändert sich der Käuferkreis mit der Zeit: Zwar werden Kunden, welche Loks oder Signale der ersten Stunde erworben haben, meistens auch bei einer Schärfung des Sortiments erhalten bleiben; es kommen aber mit immer besseren Modellen auch immer anspruchsvollere Käufer hinzu, die dann mit derlei Artikeln aus den Anfangszeiten nichts mehr anfangen können. Entweder gibt es dann dort eine frustrierte Rückmeldung oder direkt eine neutrale oder negative Bewertung.
Wofür GEEplast steht, nämlich günstige Modelle für Jedermann-Anlagen, verliert sich dabei oft aus dem Blick der Neukunden. Das ist nicht mal als Vorwurf gemeint, sondern als eine verständliche Erwartung der Kunden an ein Unternehmen aus dem Sektor Modellbau. Jedoch – und das verliert sich offenbar – sind auch unsere Modelle im Preis-Leistungs-Verhältnis zu sehen. Preislich sind wir beinahe unschlagbar und dafür ist die Qualität dann top. Wer unsere Modelle am Bildschirm auf 400 % vergrößert anhand des Produktbildes, wird natürlich Fehler oder fehlende Nieten finden. Wer diese jedoch wie ein normaler Mensch und aus 1–2 Metern Entfernung auf seiner Anlage betrachtet, der wird damit ein gutes Geschäft gemacht haben.
Bei nun mehr als 30.000 verkauften Artikeln und einer Quote von 99,8 % positiver Bewertungen (am heutigen Tag, also dem 20.08.2026) ist die Qualität indiskutabel. Vermeintlichen Vollprofis und Nietenzählern sei wirklich nahegelegt, sich einfach woanders umzuschauen – und den entsprechenden Kaufpreis dort zu berappen.
Auch die 3D-Drucker haben sich seit der Gründung von GEEplast massiv weiterentwickelt; was heute technisch einfach lösbar ist, war vor 3–4 Jahren noch undenkbar. Oder die Drucker mit diesen Features waren schlichtweg zu teuer.
Und das zieht die nächste Entwicklung nach sich: Dadurch, dass die Geräte immer einfacher werden, sinkt auch die Hürde, mit diesen arbeiten zu können bzw. zu wollen. So drängen immer mehr Start-ups auf den Markt und machen das, was auch GEEplast in den ersten Monaten gemacht hat: Sie bieten Ware für Preise an, die keinen Gewinn erzielen. Entweder, weil nicht korrekt kalkuliert wurde – oder, wie auch in unserem Fall, um schnell Reichweite aufzubauen zu Lasten des Gewinns.
Und die Modelle heutiger Start-ups können sich wirklich sehen lassen, das steht außer Frage. Ein weiterer Punkt also, warum bei uns einige Modelle weichen mussten. Die Dynamik hier ist hoch. Allerdings dürfte kaum ein anderes Unternehmen aus dieser Ecke mit 2.000 eigenen Modellen werben können – und dazu noch damit, dass man diese alle individuell anpassen kann. Denn eben diese einzigartige Möglichkeit setzt erst einmal voraus, dass man die Modelle eben auch selbst entworfen hat und somit mit den entsprechenden Programmen überhaupt umgehen kann.
Ohne irgendwem direkt etwas unterstellen zu wollen: Die Verlockung ist jedoch groß, dass sich hier und dort einfach an Modellen aus dem Internet bedient wird, um diese im eigenen Namen als gedrucktes Modell zu vertreiben. Das ist jedoch nicht nur nicht die Idee hinter GEEplast – es ist schlichtweg auch noch ein Verstoß gegen das Urheberrecht und kann teuer werden. So geben wir unsere Druckdaten zum Beispiel nirgendwo öffentlich preis. Diese liegen gut geschützt und mehrfach gesichert auf einem internen Server – sind diese Daten schließlich unsere Schatzkammer sozusagen. Auch stehen unsere Druckdaten nicht zum Verkauf oder gar zur kostenlosen Überlassung. Derlei Anfragen kommen alle Jahre wieder einmal vor und wir lehnen dann höflich ab.
Gleiches gilt übrigens für Fragen nach Prozessen, Materialien oder Geräten: Auch hier zeigen wir uns wenig auskunftsfreudig, steckt doch in der Auswahl der Hardware und Rohstoffe sowie der Prozesse jahrelanges Feintuning.
Sehr viele Formsignale sind ganz neu im Shop, wie zum Beispiel die El-Signale. Andere wurden noch einmal gründlichst überarbeitet und sind nun deutlich schlanker und maßhaltiger neu und vor allem zum gleichen Preis wie der Vorgänger verfügbar. Das beste Beispiel hier ist unser Kombinationssignal aus Wartezeichen Ra11 und Formsperrsignal Sh0 – welches schon im Vorgängermodell sehr beliebt war in allen Spurweiten (H0, TT und N).
Apropos Spurweiten: Wer ein wenig in unserer Facebook-Gruppe mitgelesen hat, wird eventuell vernommen haben, dass wir uns von der Spur H0 zurückziehen werden. Diese Strukturänderung war vor allem dem geschuldet, dass unser Schwerpunkt auf der Spur N liegt und wir darüber hinaus in der Bedienung von Nischen aktiv sein wollen. Zu groß ist außerdem der Konkurrenzdruck in der Spurweite H0. Einige Monate später haben wir allerdings auch ohne Kommentar die Kehrtwende vollzogen und den Bereich H0 doch weiter ausgebaut: GEEplast kann hier immerhin sinnvoll Formsignale zum Markt beitragen. Mittlerweile hat die Artikelanzahl für H0 die Zahl der Spur-Z-Angebote bei uns überholt. Das erklärt sich allerdings nur aus dem Umstand, dass ganz viele Formsignale nur ab Spur N oder gar TT darstellbar sind für uns. Komplexe Figuren wie die eines Bü0- oder El6-Signals lassen sich in Spur Z nicht erkennbar herstellen.
Weiterhin sind die Spurweiten 0 (1:45), Spur G „Gartenbahn“ (1:22,5) und jetzt ganz frisch die Spur S (1:64) dazugekommen. Dazu gibt es ungefähre Zahlen durch Befragungen der einschlägigen Fachmagazine, die eine ca.-Betrachtung nach Prozenten in Deutschland erlauben:
Spur H0 (~66 %): Der absolute Platzhirsch stellt über zwei Drittel aller Heimanlagen.
Spur N (~16 %): Nach wie vor die starke Nummer zwei auf dem Markt.
Spur TT (~7 %): Die beliebte „Spur der Mitte“ nimmt eine solide Rolle ein.
Spur G (~3–4 %): Mehr Gartenbahnen als die kleinsten Serien-Spuren.
Spur Z (~2–3 %): Der Mikromaßstab für feine Nischen.
Spur 0 (~1,5 %): Zunehmend beliebt für detaillierte Anlagensegmente.
Spur S (~0,5 %): Der absolute Exot unter den Maßstäben.
Diese Circa-Werte orientieren sich daran, dass in Deutschland rund 350.000–500.000 aktive Anlagen von Hobbyisten geschätzt werden. Aktiv im Bau, egal ob kompletter Neubau oder Anbau neuer Themenbereiche, sind davon ca. 17 % laut Branchen-Erhebungen.
Diese Zahlen bringen für GEEplast mit sich, dass die Spurweiten G, 0 und S zunächst einmal mit Formsignalen „versorgt“ werden bzw. wir überhaupt erst einmal ein Angebot dazu schaffen. Und dann schauen wir hier intensiv, in welche Richtung sich das jeweilige Teilsortiment entwickelt.
Denn genau dies ist nach wie vor oftmals ein Fischen im Trüben: Verschiedene Artikelgruppen laufen in verschiedenen Spurweiten vollkommen unterschiedlich. Ein Beispiel aus der Praxis: Unsere Bahnsteige mit der Oberfläche aus Waschbetonplatten. Ursprünglich entwickelt für die Spur N mit mäßigem Absatz, dann portiert auf die Spur TT mit ebenfalls mäßiger Nachfrage – und schließlich die Portierung auf die Spur H0 mit ungeahnt hoher Nachfrage. Daneben gibt es wiederum Artikel, die in N und TT weggehen wie warme Semmeln, in H0 oder Z aber zum Ladenhüter geworden sind. Manchmal wird ein als totsicher eingestufter Neuartikel ein Rohrkrepierer und andere Platzierungen von Artikeln fangen auf einmal an zu laufen wie verrückt, ohne dass man verstehen könnte, warum eigentlich.
Daher ist besonders bei den drei „Großspuren“ ein sehr zurückhaltendes Vorgehen nötig: Viele Modelle bedeuten viel Platzbedarf, und Platz ist hier Mangelware. Dennoch gilt auch hier natürlich, dass vorhandene Modelle auf Wunsch auch in andere Spurweiten hochgerechnet werden können – auch ohne diese zu einem festen Artikel zu machen im Anschluss, sondern einfach nur als Sonderbestellung. Betreiber dieser Bahnen sind dazu mehr auf DIY ausgelegt, weil es schlichtweg keine Modelle für diese Spurweiten gibt. Das macht diese Anlagen aber wiederum erst recht einzigartig mit einer ganz persönlichen Note – hier kann ein Anbieter wie GEEplast nur ganz dezent zuliefern, wenn überhaupt. An der Grundhaltung, dass alles selbst erstellt werden muss, wird sich nichts ändern – und diese ist hier auch gewünscht, so unsere Erfahrung. Hier ist sehr viel Enthusiasmus mit drin, überproportional viel möchte man meinen – weil es eben kaum etwas „von der Stange“ gibt.
Apropos Platz: Das Lager hier in Bordesholm war bis vor Kurzem auf rund 1.950 Artikel ausgelegt – und der Artikelbestand bereits kurz darunter angesiedelt mit ca. 1.880 Artikeln. Da unsere Produktentwicklung aber nicht zum Stillstand kommen soll, wurde das Lager abermals umgebaut und die Dichte noch einmal zusammengestaucht. So fasst das Lager nun bis zu 2.500 Artikel – unser erklärtes Ziel bei eBay übrigens. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Bei eBay gibt es fest buchbare Pakete als gewerblicher Händler – und das von uns gebuchte ist auf 2.500 Artikel limitiert; darüber hinaus würde jeder weitere Artikel eine zusätzliche Gebühr von wenigen Cent im Monat bedeuten. Kommen wir also an dieses Limit heran, sowohl im Lager als auch bei eBay etwa zeitgleich, so wird ein weiteres großes Reinemachen eingeläutet: Es gibt nach wie vor Artikel von uns bei eBay, die wir noch nie verkauft haben. Diese gehen dann zurück als „Shop only“ und werden nach und nach durch andere Artikel ersetzt. Eine weitere Überlegung ist dann, ob derlei Artikel nach Abverkauf entweder ganz aus dem Sortiment gehen oder als „Print on Demand“ angeboten werden zukünftig, also Herstellung nach Kauf mit einer entsprechend etwas längeren Lieferzeit.
Und da wir schon bei eBay thematisch angekommen sind: Auch eBay ist dem ständigen Wandel unterworfen und für uns Händler mit eigener Herstellung gegenüber anderen Plattformen die beste Wahl. Natürlich fallen gefühlt hohe Gebühren an – die letztlich der Käufer trägt – und unsere Endpreise dort sind um einiges höher als in unserem Shop hier. Dafür ist aber eben auch die Reichweite deutlich höher, das Marketing vollautomatisch und der Käufer vertraut in der Regel Plattformen mehr als einzelnen Shops. Das ist nachvollziehbar und für uns auch keiner Diskussion bedürftig. Wo ihr kauft, ist und bleibt eure Sache; der Käuferschutz, das Rückgaberecht und die AGB, die Lieferzeiten – all dies ist auf beiden unserer Kanäle identisch.
Viel Zeit müssen wir speziell in diesem Jahr auch für Änderungen und Neuordnungen von Rechtslagen auf europäischer Ebene investieren. Ohne nun mit Einzelheiten jemanden langweilen zu wollen, sind diese Änderungen doch meistens für den Käufer erst einmal gar nicht sichtbar. Eine wichtige Änderung ist jedoch die Neuordnung der Verpackungsrichtlinie, die eigentlich mal für ein verbessertes Recycling und mehr Herstellerverantwortung gedacht war. Diese endete jedoch in einem juristischen Voll-Chaos und wurde ohne Schonfrist am 12.08.2026 „hart“ eingeführt auf EU-Ebene. Kurzfristige Änderungen und Aussagen zur Einordnung gab es bis zum Tag der Einführung auch noch, so dass am Ende keiner mehr durchblickt und viele, viele Händler sich vom europäischen Markt zurückgezogen haben. Hier ist GEEplast keine Ausnahme: Wir haben den Versand in die wenigen EU-Länder, in die wir überhaupt noch eine Lieferung angeboten haben, nun auch vollständig eingestellt.
Zwar ist zu erwarten, dass diese Regelung neu gefasst werden muss. Auch sind Gerichtsurteile zu erwarten, welche dieses Chaos in geordnete Bahnen lenken werden. Ob dies dann dazu führt, dass wir uns wieder für den EU-Versand überhaupt öffnen, können wir nicht sagen. Nach aktueller Bewertung schaut es eher danach aus, als wenn wir uns nur noch auf Deutschland konzentrieren werden. Unsere Kunden aus der Schweiz und aus Österreich nutzen ohnehin Dienstleister in Grenznähe oder Packstationen auf deutschem Boden, da wir hier noch nie selbst hin geliefert haben. Mit Chance ergibt sich alsbald eine ähnliche Gelegenheit für die Niederlande.
In diesem Sinne: Vielen Dank für die letzten 4,5 Jahre mit euch und auf eine weiterhin gute Zeit miteinander.
Oliver, Bordesholm im August 2026
Hätte mir ‚damals‘ bei der Gründung von GEEplast jemand gesagt, dass es einmal dieses Volumen annehmen würde – ich hätte ihn vermutlich belächelt.
Das große Reinemachen im Onlineshop und auch bei ebay hat begonnen: So verabschieden wir uns gerade von einigen Artikeln, die aus der Anfangszeit von GEEplast von vor über vier Jahren stammen und heute nicht mehr unseren eigenen Ansprüchen genügen. Zwar sind zwischendurch immer wieder Artikel neu gearbeitet worden und in der nächsten Charge einfach mit Anpassungen still und leise weiter geführt worden. Auch sind komplette Artikelgruppen auf der Webseite oder bei ebay ersatzlos raus genommen worden.
Aber die aktuelle Bereinigung aus August 2026 ist denn doch etwas umfangreicher. So sind zum Beispiel unsere Werksloks und Privatbahn Loks der ersten Generation nun komplett der Verrostung zugeteilt worden. Andere Artikel wurden entweder gespendet oder dem Recycling übergeben – wie zum Beispiel unsere Signalausleger und -Brücken der ersten Stunde. In all diesen Fällen ist es allerdings keinesfalls so, dass diese Modelle einfach nur eingestaubt sind im Lager; vielmehr wiesen diese anfangs sogar recht gute Abverkaufszahlen nebst guter Bewertungen auf.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: GEEplast ist hier beinahe Opfer seiner selbst geworden: Durch immer realistischer wirkende Modelle ändert sich der Käuferkreis mit der Zeit: Zwar werden Kunden, welche Loks oder Signale der ersten Stunde erworben haben, meistens auch bei einer Schärfung des Sortiments erhalten bleiben; es kommen aber mit immer besseren Modellen auch immer anspruchsvollere Käufer hinzu, die dann mit derlei Artikeln aus den Anfangszeiten nichts mehr anfangen können. Entweder gibt es denn dort eine frustrierte Rückmeldung oder direkt eine neutrale oder negative Bewertung.
Wofür GEEplast steht, nämlich günstige Modelle für Jedermann-Anlagen, verliert sich dabei oft aus dem Blick der Neukunden. Das ist nicht mal als Vorwurf gemeint, sondern als eine verständliche Erwartung der Kunden an ein Unternehmen aus dem Sektor Modellbau. Jedoch, und das verliert sich offenbar, sind auch unsere Modelle im Preis-Leistungs-Verhältnis zu sehen. Preislich sind wir beinahe unschlagbar und dafür ist die Qualität dann top. Wer unsere Modelle am Bildschirm auf 400% vergrößert anhand des Produktbildes wird natürlich Fehler oder fehlende Nieten finden. Wer diese jedoch wie ein normale Mensch und aus 1-2m Entfernung betrachtet auf seiner Anlage, der wird damit ein gutes Geschäft gemacht haben.
Bei nun mehr als 30.000 verkauften Artikel und einer Quote von 99,8% positiver Bewertungen (am heutigen Tag, also dem 20.08.2026) ist die Qualität indiskutabel. Vermeintlichen Vollprofis und Nietenzählern sei wirklich nahe gelegt, sich einfach woanders umzuschauen – und den entsprechenden Kaufpreis dort zu berappen.
Auch die 3D Drucker haben sich seit Gründung von GEEplast ebenfalls massiv weiter entwickelt; was heute technisch einfach lösbar ist, war vor 3-4 Jahren noch undenkbar. Oder die Drucker mit diesen Features waren schlichtweg zu teuer.
Und das zieht die nächste Entwicklung nach sich: Dadurch, dass die Geräte immer einfacher werden, sinkt auch die Hürde mit diesen arbeiten zu können bzw. zu wollen. So drängen immer mehr StartUp’s auf den Markt und machen das, was auch GEEplast in den ersten Monaten gemacht hat: Sie bieten Ware für Preise an, die keinen Gewinn erzielen. Entweder, weil nicht korrekt kalkuliert wurde – oder, wie auch in unserem Fall, um schnell Reichweite aufzubauen zu Lasten des Gewinns.
Und die Modelle heutiger StartUp’s können sich wirklich sehen lassen, das steht außer Frage. Ein weiterer Punkt also, warum bei uns einige Modelle weichen mussten. Die Dynamik hier ist hoch. Allerdings dürfte kaum ein anderes Unternehmen aus dieser Ecke mit 2.000 eigenen Modellen werben können – und dazu noch damit, dass man diese alle individuell anpassen kann. Denn eben diese einzigartige Möglichkeit setzt erst einmal voraus, dass man die Modelle eben auch selbst entworfen hat und somit mit den entsprechenden Programmen überhaupt umgehen kann.
Ohne irgendwem direkt etwas unterstellen zu wollen; die Verlockung ist jedoch groß, dass sich hier und dort einfach an Modellen aus dem Internet bedient wird um diese im eigenen Namen zu vertreiben als gedrucktes Modell. Das ist jedoch nicht nur nicht die Idee hinter GEEplast – es ist schlichtweg auch noch ein Verstoß gegen das Urheber-Recht und kann teuer werden. So geben wir unsere Druckdaten zum Beispiel nirgendwo öffentlich preis. Diese liegen gut geschützt und mehrfach gesichert auf einem internen Server – sind diese Daten schließlich unsere Schatzkammer sozusagen. Auch stehen unsere Druckdaten nicht zum Verkauf oder gar zur kostenlosen Überlassung. Derlei Anfragen kommen alle Jahre wieder einmal vor und wir lehnen dann höflich ab.
Gleiches gilt übrigens für Fragen nach Prozessen, Materialien oder Geräten: Auch hier zeigen wir uns wenig auskunftsfreudig, steckt doch in der Auswahl der Hardware und Rohstoffen sowie der Prozesse jahrelanges Feintuning
Sehr viele Formsignale sind ganz neu im Shop, wie zum Beispiel die El Signale. Andere wurden noch einmal gründlichst überarbeitet und sind nun deutlich schlanker und maßhaltiger neu und vor allem zum gleichen Preis wie der Vorgänger verfügbar. Das beste Bespiel hier ist unser Kombinationssignal aus Wartezeichen Ra11 und Formsperrsignal Sh0 – welches schon im Vorgänger Modell sehr beliebt war in allen den Spurweiten H0, TT und N.
Apropos Spurweiten: Wer ein wenig in unserer Facebook Gruppe mitgelesen hat, wird eventuell vernommen haben, dass wir uns von der Spur H0 zurück ziehen werden. Diese Struktur-Änderung war vor allem dem geschuldet, dass unser Schwerpunkt auf der Spur N liegt und darüber hinaus in der Bedienung von Nischen aktiv sein wollen. Zu groß ist außerdem der Konkurrenzdruck in der Spurweite H0. Einige Monate später haben wir allerdings auch ohne Kommentar die Kehrtwende vollzogen und den Bereich H0 doch weiter ausgebaut: GEEplast kann hier immerhin sinnvoll Formsignale zum Markt beitragen. Mittlerweile hat die Artikelanzahl für H0 die Zahl der Spur Z Angebote bei uns überholt. Das erklärt sich allerdings nur aus dem Umstand, dass ganz viele Formsignale nur ab Spur N oder gar TT darstellbar sind für uns. Komplexe Figuren wie die eines Bü0 oder El6 Signals lassen sich in Spur Z nicht erkennbar herstellen.
Weiterhin sind die Spurweiten 0 (1:45), Spur G „Gartenbahn“ (1:22,5) und jetzt ganz frisch die Spur S (1:64) dazu gekommen. Dazu gibt es ungefähre Zahlen durch Befragungen der einschlägigen Fachmagazine, die eine ca. Betrachtung nach Prozenten in Deutschland erlaubt. Der Platzhirsch H0 stellt über zwei Drittel aller Heimanlagen ~66%, Spur N immerhin noch rund 16% und TT etwa 7%. Es soll darüber hinaus mehr Gartenbahnen (3-4%) als Spur Z geben (2-3%) und die Spur 0 liegt bei 1,5%. Den Exoten, die Spur S, konnten wir mit gerade einmal 0.5% ermitteln. Diese circa Werte und orientieren sich daran, dass in Deutschland rund 350.000 – 500.000 aktive Anlagen von Hobbyisten geschätzt werden. Aktiv im Bau, egal ob kompletter Neubau oder Anbau neuer Themenbereiche, sind davon ca. 17% laut Branchen-Erhebungen.
Diese Zahlen bringen für GEEplast mit sich, dass die Spurweiten G, 0 und S zunächst einmal mit Formsignalen „versorgt“ werden bzw. wir überhaupt erst einmal ein Angebot dazu schaffen. Und dann schauen wir hier intensiv, in welche Richtung sich das jeweilige Teilsortiment entwickelt.
Denn genau dies ist nach wie vor oftmals ein Fischen im Trüben: Verschiedene Artikelgruppen laufen in verschiedenen Spurweiten vollkommen unterschiedlich. Ein Beispiel aus der Praxis: Unsere Bahnsteige mit der Oberfläche aus Waschbetonplatten. Ursprünglich entwickelt für die Spur N mit mäßigem Absatz, dann portiert auf die Spur TT mit ebenfalls mäßiger Nachfrage – und schließlich der Portierung auf die Spur H0 mit ungeahnt hoher Nachfrage. Daneben gibt es wiederum Artikel, die in N und TT weg gehen wie warme Semmeln, in H0 oder Z aber zum Ladenhüter geworden sind. Manchmal wird ein als totsicher eingestufter Neuartikel ein Rohrkrepierer und andere Platzierungen von Artikeln fangen auf einmal an zu laufen wie verrückt, ohne dass man verstehen könnte, warum eigentlich ?
Daher ist besonders bei den drei „Großspuren“ ein sehr zurückhaltendes Vorgehen nötig: Viele Modelle bedeuten viel Platzbedarf, und Platz ist hier Mangelware. Dennoch gilt auch hier natürlich, dass vorhandene Modelle auf Wunsch auch in andere Spurweiten hoch gerechnet werden können – auch ohne diese zu einem festen Artikel zu machen im Anschluss, sondern einfach nur als Sonderbestellung. Betreiber diese Bahnen sind dazu mehr auf DIY ausgelegt, weil es schlichtweg keine Modelle für diese Spurweiten gibt. Das macht diese Anlagen aber wiederum erst recht einzigartig mit einer ganz persönlichen Note – hier kann ein Anbieter wie GEEplast nur ganz dezent zuliefern, wenn überhaupt. An der Grundhaltung, dass alles selbst erstellt werden muss, wird sich nichts ändern – und diese ist hier auch gewünscht, so unsere Erfahrung. Hier ist sehr viel Enthusiasmus mit drin, überproportional viel möchte man meinen – weil es eben kaum etwas „von der Stange“ gibt.
Apropos Platz: Das Lager hier in Bordesholm war biss vor kurzem auf rund 1.950 Artikel ausgelegt – und der Artikelbestand bereits kurz darunter angesiedelt mit ca. 1.880 Artikeln. Da unsere Produktentwicklung aber nicht zum Stillstand kommen soll, wurde das Lager abermals umgebaut und die Dichte noch einmal zusammen gestaucht. So fasst das Lager nun bis zu 2.500 Artikeln – unser erklärtes Ziel bei ebay übrigens. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Bei ebay gibt es fest buchbare Pakete als gewerblicher Händler – und das von uns gebuchte ist auf 2.500 Artikel limitiert, darüber hinaus würde jeder weitere Artikel eine zusätzliche Gebühr von wenigen Cent im Monat bedeuten. Kommen wir also an dieses Limit heran, sowohl im Lager als auch bei ebay etwa zeitgleich, so wird eine weiteres großes Reinemachen eingeläutet: Es gibt nach wie vor Artikel von uns bei ebay, die wir noch nie verkauft haben. Diese gehen dann zurück als „Shop only“ und werden nach und nach durch andere Artikel ersetzt. Eine weitere Überlegung ist dann, ob derlei Artikel nach Abverkauf entweder ganz aus dem Sortiment gehen oder als „Print on Demand“ angeboten werden zuküntig, also Herstellung nach Kauf mit einer entsprechend etwas längeren Lieferzeit.
Und da wir schon bei ebay thematisch angekommen sind: Auch ebay ist dem ständigen Wandel unterworfen und für uns Händler mit eigener Herstellung gegenüber anderen Plattformen die beste Wahl. Natürlich fallen gefühlt hohe Gebühren an – die letztlich der Käufer trägt – und unsere Endpreise dort sind um einiges höher als in unserem Shop hier. Dafür ist aber eben auch die Reichweite deutlich höher, das Marketing vollautomatisch und der Käufer vertraut in der Regel Plattformen mehr als einzelnen Shops. das ist nachvollziehbar und für uns auch keiner Diskussion bedürftig. Wo ihr kauft, ist und bleibt eure Sache; der Käuferschutz, das Rückgaberecht und die AGB, die Lieferzeiten – all dies ist auf beiden unserer Kanäle identisch.
Viel Zeit müssen wir speziell in diesem Jahr auch für Änderungen und Neuordnungen von Rechtslagen auf europäischer Ebene investieren. Ohne nun mit Einzelheiten jemanden langweilen zu wollen, sind diese Änderungen doch meistens für den Käufer erst einmal gar nicht sichtbar. Eine wichtige Änderung ist jedoch die Neuordnung der Verpackungsrichtlinie, die eigentlich mal für ein verbessertes Recycling und mehr Hersteller Verantwortung gedacht war. Diese endete jedoch in einem juristischen Voll-Chaos und wurde ohne Schonfrist am 12.08.2026 ‚hart‘ eingeführt auf EU Ebene. Kurzfristige Änderungen und Aussagen zur Einordnung gab es bis zum Tag der Einführung auch noch, so dass am Ende keiner mehr durchblickt und viele, viele Händler sich vom europäischem Markt zurück gezogen haben. Hier ist GEEplast keine Ausnahme, wir haben den Versand in die wenigen EU Länder, in die wir überhaupt noch eine Lieferung angeboten haben, nun auch vollständig eingestellt.
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